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Feedback über die Gruppenselbsterfahrung in unserem Institut 2013

11.10.2013

Gruppen-Selbsterfahrung „Prismatische Gruppenpsychotherapie“ am IPP am
01.- 02.02.2013 und  07.- 08.06.2013   



Unsere Gruppe bestand aus 6 Teilnehmerinnen. 5 Frauen kannten sich bereits, da diese beiden  Wochenendenm integraler  Bestandteil  waren  zu unserer  Co-LeiterInnen- Ausbildung für Balintgruppen.

Die andere Frau kam hinzu, um an eigenen unbequemen Themen für sich zu arbeiten. Obwohl wir einander fremd waren, fügte sie sich gut in die bereits miteinander Vertrauten ein. Als Leiter fungierte Dr. Loesch und als Co-Leiterin eine junge Mitarbeiterin/Psychologin aus seinem Team.  


Die Arbeitsmethode als solche unterschied sich nicht so sehr von der Balintarbeit; Jeder hatte die Gelegenheit statt eines Problems aus der professionellen Tätigkeit nun ein persönliches Problem in sich oder innerhalb einer Beziehung für sich in ca. 90 Minuten Arbeitszeit  je Wochenende zu klären.   
Ich selbst hatte mir im Vorfeld bereits Gedanken gemacht, was das für mich sein sollte, war mir dann mit meiner Festlegung unsicher, so dass ich es auf mich zukommen lassen wollte.  


In der ersten Fallvorstellung bemerkte ich sofort den Unterschied zur Balintarbeit; ich war  zunächst  gehemmt  meinen  Gedanken,  inneren  Fantasien  und  Bildern,  welche
freimütig in mir hochstiegen, nach außen zu bringen, spürte ich doch die starke Intimität und Nähe, welche sich hierbei zum Fallvorsteller einstellten. Doch da wir alle an die Regeln und Arbeitsweise der Balintgruppenarbeit gewöhnt waren, gelangten wir sehr gut in den Fluss des respektvollen miteinander Arbeitens. Die Gruppenleiter moderierten verhalten die Voten, ergänzten am Ende mit eigenen Gedanken und  Bildern.   

Ich hatte an beiden Wochenenden insgesamt eine problematische Beziehung und einen starken  emotionalen  inneren  Konflikt  wegen  einer  problematischen  Beziehung  zur
Vorstellung gebracht. Und ich habe sehr viel für mich mitgenommen.  


Nach dem ersten Wochenende war ich voll neuer Gedanken, die von den Erkenntnissen und den Impulsen der gemeinsamen Arbeit herrührten. In der Folge spürte ich in den
Begegnungen mit der Person eine neue gute heilsame Qualität, welche eine Offenheit mit sich brachte, die Einiges an positiver Veränder ung für uns beide eröffnete.  


Bei dem zweiten Wochenende war es ein innerer Konflikt, an welchem ich schon seit Jahren verzage. Die Gruppenteilnehmer brachten sehr schön in der Arbeit die 2 Seiten in  meiner  Brust  zum  Ausdruck,  welche  scheinbar  unvereinbar  miteinander  im Widerstreit lagen- ich fühlte mich verstanden und aufgehoben, die Gruppe und die Leiter gaben einen sicheren Rahmen. Ich konnte während der  Voten der Gruppe sehr genau in mir meine körperlichen Reaktionen beobachten. Da ich mich zurückhalten konnte, hatte  ich  Zeit  das  in  mir  zu  registrieren  und  mich mit  meiner  Psychosomatik  zu verstehen. Am Ende saß ich mit 2 wichtigen neuen Erfahrungen da, welche mir halfen in den folgenden Wochen und Monaten endlich eine gefestigte innere Haltung für mich zu finden und mein Leben mit  neuen Freiheitsgraden zu gestalten. Damit  geht es mir deutlich besser als vorher.  

 

Diese Arbeit der prismatischen Gruppenpsychotherapie halte ich für sehr wertvoll und möchte sie hiermit jedem empfehlen, der etwas für sich selbst bereinigen und klärenmöchte.

Danke an Dr. Loesch, seiner Mitarbeiterin und den anderen Teilnehmerinnen.  


Jacqueline Busse,   
Heilpraktikerin Psychotherapie, Müncheberg