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Satzung

Institut für Psychosomatik und Psychotherapie, Potsdam-Babelsberg e.V.

 

§ 1

 

Zweck der Vereinigung sind:– Bildung, -Erziehung, - Förderung von Wissenschaft und Forschung in integrierter Psychosomatik und Psychotherapie sowie Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege durch Förderung der Integration von Psychosomatik und Psychotherapie in die Medizin.
Die Vereinigung bildet eine Institution von zu psychotherapeutischer, psychoanalytischer und psychosomatischer Weiter- und Fortbildung befugten und engagierten Ärztinnen, psychologischen PsychotherapeutInnen, Kinder- und Jugendlichen-PsychotherapeutInnen, sowie von in Weiter- und Fortbildung engagierten MitarbeiterInnen medizinischer und sozialer Fachberufe.
Der Name der Vereinigung lautet: „Institut für Psychosomatik und Psychotherapie, Potsdam-Babelsberg e.V.“ (Im weiteren als IPP bezeichnet.), hat seinen Sitz in Potsdam und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecken im Sinne des Abschnitts“ Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

 

§2

 

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

 

§3

 

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins.

 

§4

 

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§5

 

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Brandenburgische Gesellschaft für Psychotherapie, Psychosomatik und Medizinische Psychologie e.V., die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

 

§6

 

(1) Die in § 1 formulierten Ziele realisiert das IPP wie folgt:

 

a) die Bildungs- und Erziehungsaufgaben durch die Durchführung fachspezifischer psychosomatisch-psychotherapeutischer Weiter- und Fortbildung von Ärztinnen, Ärzten, Psychologinnen, Psychologen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anderer medizinischer und sozialer Pflege- und Fachberufe und fachbezogene Öffentlichkeitsarbeit.
Es realisiert Weiter- und Fortbildung durch das fachliche Angebot von theorie- und schulenübergreifenden Weiter- und Fortbildungsangeboten wie schmerzbezogene Psychotherapie, traumabezogene Psychotherapie, Imaginative Körper-Psychotherapie,
b) die Forschungsaufgaben in den von ihr vertretenen therapeutischen Ansätzen durch Durchführung von Forschungsprojekten in Verantwortung des IPP und durch Erarbeitung von Forschungsthemen, die in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und universitären Strukturen realisiert werden.
c) die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege durch Einflussnahme des Vereins auf staatliche und fachpolitische Verantwortungsgremien mit dem Ziel der Integration von Psychosomatik und Psychotherapie in die Prophylaxe und die medizinische Versorgung und Nachsorge durch Mitwirkung in den Gremien, beratende Tätigkeit und Erarbeitung von Programmen.

 

(2) Das Wirken des IPP ist religionsunabhängig, unabhängig von Parteien und anderen politischen Organisationen und verfolgt rein gemeinnützige Ziele. Insbesondere darf die Tätigkeit im IPP für keines der Mitglieder zu ungerechtfertigten materiellen Vorteilen führen. Das IPP verfolgt keinerlei Interesse, Gewinn zu erzielen, sondern ausschließlich das Interesse, Weiter- und Fortbildungsangebote zu ermöglichen und durchzuführen, die den bestehenden eklatanten Mangel an Integration von Psychosomatik und Psychotherapie in die Schulmedizin reduzieren helfen .

 

(3) Zur Verwirklichung der in § 1 und § 6.1 aufgeführten Ziele arbeitet das IPP mit anderen der wissenschaftlichen Arbeit und der Aus-, Weiter- und Fortbildung dienenden Körperschaften und Vereinigungen, insbesondere universitären Einrichtungen, mit der Landesärztekammer Brandenburg, der Kammer der Psychologischen und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten, der Kassenärztlichen Vereinigung, Berufsverbänden der Psychotherapeuten und psychotherapeutischen Fachgesellschaften und Berufsverbänden gedeihlich zusammen. Eine Zusammenarbeit wird insbesondere mit der Brandenburgischen Akademie für Tiefenpsychologie und Analytische Psychotherapie e.V. und der Mitteldeutschen Gesellschaft für Katathymes Bilderleben und Imaginative Psychotherapie e. V. (MGKB) angestrebt). Eine Mitgliedschaft in der DGPT soll erreicht werden. Die Zusammenarbeit soll (wie z. Z. mit der MGKB e.V. konkret in Vorbereitung) in gezielten Fällen über Kooperationsverträge geregelt werden.

 

(4) Das IPP stimmt seine Bildungsmaßnahmen entsprechend der Beschlüsse der Kammerversammlungen und der Ausschüsse von Landesärztekammer, Kammer der Psychologischen und der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten und Kassenärztlicher Vereinigung ab. Das IPP gestaltet Jahresprogramme zur Weiter- und Fortbildung in Psychotherapie und Psychosomatik im Zusammenwirken mit der Landesärztekammer Brandenburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, sowie der Kammer der Psychologischen und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten. Darin sind neben den kontinuierlichen Lehr- und Fortbildungsangeboten wie Qualitätszirkel und Balintgruppenarbeit curriculare Weiterbildungsangebote und Fortbildungsangebote für praxisrelevante integrative Psychosomatische und psychotherapeutische Aufgaben festzulegen. Die bestehende konstruktive Zusammenarbeit mit der Akademie für Ärztliche Fortbildung der Landesärztekammer Brandenburg soll nach Konstituierung der Kammer der Psychologischen und der Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten auch mit dieser Kammer erreicht werden.

 

(5) Das IPP erarbeitet Vorlagen für die von ihr anzubietenden Weiterbildungsgänge und Fortbildungen. Die Weiterbildungsangebote werden mit den Kooperationspartnern abgestimmt und zur Anerkennung des Weiterbildungsganges beim MfGSAF des Landes Brandenburg eingereicht. Weiter- und Fortbildungsangebote sind streng den in § 6.1 und 6.2 formulierten Zielstellungen untergeordnet. Es ist ständige Aufgabe des Vorstandes des IPP, die Einhaltung der Zielstellungen und die Qualität der angebotenen Weiter- und Fortbildungsmaßnahmen zu überprüfen und zu sichern.

 

(6) Das IPP schlägt der Landesärztekammer Brandenburg und der Kammer der Psychologischen und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten Personen zur Befugnis für Weiterbildung in Psychosomatik und Psychotherapie vor, die von den Kammern nach Prüfung der fachlichen und persönlichen Voraussetzungen die Zuerkennung einer Weiterbildungsermächtigung erhalten können.

 

(7) Das IPP trägt Verantwortung gegenüber dem MfGSAF des Landes Brandenburg, der Landesärztekammer Brandenburg und der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, sowie der Kammer der Psychologischen und Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten hinsichtlich der Qualität von Weiter- und Fortbildung der vom IPP durchgeführten Weiter- und Fortbildungen. Es führt Qualitätssicherungsmaßnahmen psychotherapeutischer und psychosomatischer Leistungen von Ärzten und Psychologen und anderen im Rahmen des IPP Weiter- und Fortgebildeten im Land Brandenburg durch das Angebot von Qualitätszirkeln.

 

§7

 

(1) Mitglied des Instituts können sein:

Ordentliche Mitglieder:

  • ÄrztInnen für Psychotherapeutische Medizin (Psychosomatik und Psychotherapie)
  • FachärztInnen für Psychiatrie und Psychotherapie
  • ÄrztInnen mit der Zusatzbezeichnung Psychotherapie oder Psychoanalyse
  • Psychologische PsychotherapeutInnen und Kinder- und Jugendlichen- PsychotherapeutInnnen
  • in Weiter- und Fortbildung engagierte MitarbeiterInnen medizinischer und sozialer Fachberufe. Voraussetzung für die ordentliche Mitgliedschaft ist es grundsätzlich, in wissenschaftlicher und / oder aktiver Weiter- und Fortbildungstätigkeit hinreichend ausgewiesen zu sein.

 

(2) Weitere Mitgliedschaften:

 

  • Korrespondierende Mitglieder werden vom Vorstand um die Mitgliedschaft ersucht und von der Institutsversammlung mit einfacher Mehrheit bestätigt.
  • Ehrenmitglieder werden für langjährige Verdienste um die Entwicklung des IPP auf Vorschlag eines ordentlichen Institutsmitglieds mit Zweidrittelmehrheit der Institutsversammlung ernannt. In einer Wahlperiode können maximal zwei Ehrenmitgliedschaften vergeben werden.
  • WeiterbildungsteilnehmerInnen, die sich in einer curricularen Weiterbildung des IPP gemäß einer Weiterbildungsordnung befinden, sind außerordentliche Mitglieder des IPP.
  • Für Interessentinnen der Weiter- und Fortbildungsprogramme des IPP aus therapeutischen Berufsgruppen besteht die Möglichkeit, als Mitglied/Interessent eine Mitgliedschaft ohne über Entrichtung der Jahresgebühr hinausgehende Verpflichtungen zu erlangen und die Berechtigung zur Teilnahme an Weiter- und Fortbildungsangeboten zu erhalten.

 

(3) Auf Vorschlag eines Vorstandsmitgliedes und auf eigenen Antrag können qualifizierte Kandidaten durch einen einstimmigen Vorstandsbeschluss als ordentliches Mitglied in das IPP berufen werden. Liegt die Einstimmigkeit nicht vor, ist durch die Institutsversammlung mit einfacher Mehrheit eine Entscheidung herbei zu führen. Gegen den einstimmigen Vorstandsbeschluss kann die Institutsversammlung mit Zweidrittelmehrheit Widerspruch einlegen. Nach Entrichtung der Beitrittsgebühr laut Gebührenordnung beginnt die ordentliche Mitgliedschaft.

 

(4) Die Teilnahme an curricularen Weiterbildungen ist entsprechend den gesetzlichen Regelungen möglich und wird nach einer Eignungsprüfung des Kandidaten auf dessen schriftlichen Antrag hin vertraglich vereinbart. Nach Entrichtung der Aufnahmegebühr beginnt die außerordentliche Mitgliedschaft.

 

(5) Die Aufnahme als Mitglied / Interessent erfolgt durch eine schriftliche Erklärung und erfordert eine Beitrittsgebühr laut Gebührenordnung.

 

(6) Die Berufung von Lehrtherapeuten und Supervisoren durch den Vorstand setzt die Tätigkeit als Dozent an den Weiterbildungsveranstaltungen voraus.

 

(7) Ordentliche Mitglieder, Außerordentliche Mitglieder und Mitglieder / Interessenten zahlen einen jährlichen Mitgliedsbeitrag laut Gebührenordnung.

 

(8) Die Mitgliedschaft endet durch:

  • schriftliche Austrittserklärung eines Mitgliedes
  • Ausschluss bei schwerwiegenden berufsrechtlichen Vergehen (Berufsgericht der Kammern),
  • bei einem Strafrechtsurteil gegen ein Mitglied, durch welches das Ansehen des Instituts     Schaden nimmt,
  • bei groben Verstoß gegen die Satzung des IPP und Beschlüsse der Mitgliederversammlung,
  • bei Verlust der fachlichen Eignung, die durch ein durch die Mitgliederversammlung zu benennendes Gremium zu bewerten ist,
  • über den Ausschluss entscheidet die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit,
  • Tod

 

§ 8

 

Organe des IPP:

 

(1) Die Institutsversammlung

Der Institutsversammlung gehören alle ordentlichen Mitglieder des IPP an. Die Institutsversammlung wird vom Vorstand durch schriftliche Einladung jedes Mitglieds, unter Einhaltung einer Frist von einem Monat, einberufen. Von den Organen des Vereins, sowie von Ausschüssen und Arbeitsgruppen sind über Beschlüsse Niederschriften zu fertigen, die vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterschreiben sind. Außerordentliche Institutversammlungen werden auf Antrag eines Vorstandsmitgliedes oder eines Drittels der Institutsmitglieder einberufen.
Die Institutsversammlung gibt dem IPP eine Geschäfts-, Wahl-, Gebühren- und Honorarordnung, den Mitgliedsbeitrag sowie einen Haushaltsplan und beschließt hierüber mit einfacher Mehrheit.
Außerordentliche Mitglieder der Institutsversammlung sind je ein von den Teilnehmern jedes curricularen Weiterbildungsganges gewählter Vertreter (Teilnehmervertreter).

 

Institutsvollversammlungen, zu denen alle ordentlichen Mitglieder, alle außerordentlichen Mitglieder und alle Mitglieder/Interessenten unter Einhaltung einer Frist von einem Monat einberufen werden, finden jeweils im zweiten Quartal eines Kalenderjahres statt.

 

(2) Durch die Institutsversammlung gewählte oder bestätigte Organe des IPP sind:

  • der Vorstand
  • der Kassenprüfer
  • der Unterrichtsausschuss
  • die Weiterbildungsausschüsse
  • die Arbeitsgemeinschaften, die jeweils einen Sprecher wählen.

 

(3) Der Vorstand
Der Vorstand besteht aus einer/einem Vorsitzenden, einer/einem StellvertreterIn, einer/einem GeschäftsführerIn, zwei BeisitzerInnen und einer/einem SchatzmeisterIn. Die Vorstandsmitglieder werden von der Institutsversammlung in einer Wahl für drei Jahre gewählt. Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte. Er kann zur Lösung satzungsgemäßer Aufgaben, Ausschüsse und Arbeitsgruppen berufen.

 

§ 9

 

Das IPP wird im Rechtsverkehr durch den Vorsitzenden und durch den Stellvertreter, die beide mit einem Alleinvertretungsrecht ausgestattet werden, vertreten.

 

§ 10

 

Das IPP löst sich auf Beschluss von zwei Dritteln der Mitglieder, auf.

 

 

Potsdam, den 26.11.04